Ein finsteres Land – gestern wie heute Calixto Bieito beendet am Grand Théâtre de Génève seine Russland-Trilogie mit Mussorgskys „Chowanschtschina“

Liebe – nicht wirklich. Bewunderung – uneingeschränkt. Modest Mussorgskys „Chowanschtschina“, was ungefähr mit „Die Schweinereien des Fürsten Chowanski“ zu übersetzen ist, dürfte nicht nur die Oper mit dem seltsamsten Titel sein. Sondern, das hat sie wohl mit Janaceks „Aus einem Totenhaus“ gemein, eine der undramatischsten, depressiv ausweglosesten. Außer dem anfänglichen orchestralen, zart anschwellenden Sonnenaufgang über […]

„Bastarda“: Donizettis gelungener Tudor-Königinnen-„Ring“ – in Brüssel an zwei Abenden

Echte Menschen, wirkliche Konflikte, aufgelöst und zusammengehalten von der Grammatik der romantischen Italo-Oper des 19. Jahrhunderts. Gespiegelt in einer freien Annäherung an Renaissance-Optik als Herzergießungen in Cavatinenform, emotionale Ausbrüche nach Cabalettaart ­– und auch in den vielen, innovativen sanglichen Zwischenstufen, die der rastlos komponierende Gaetano Donizetti so nebenbei erfand. Das sind einige der Gründe, warum […]