Asmik Grigorian in Salzburg: Diese Carmen ist keine

Femizit, toxische Männlichkeit, ein altbackendes Frauenbild zwischen Hure und Heimchen am Herd, Neurose und Trauma, auf die Vorurteile reduzierte Darstellung von „Zigeunern“, ein klischiertes, ja als kolonialistisch einzustufendes Andalusien-Bild, die Feier des längst verdammten Stierkampfes –  und dazu eine unsaubere, über die Aufführungsjahrzehnte hinweg schlampig gepflegte, korrumpierte Partitur: Diese arme, trotzdem weltweit die ewige Opernrepertoirehitliste […]